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Karte 179.4 ZitierfähigEpistemologie und Kybernetik2009-11-14




Die Kybernetik behandelt nur so genannte determinierte Maschinen, deren Ablauf prinzipiell vorherbestimmt ist, wohingegen für Piagets epigenetischen Ansatz das Auftreten neuer Möglichkeiten eine Zentrale Bedeutung hat und deswegen im Zentrum stehen muss. Dass kybernetische Autoregulation als automatisch gedacht werden muss, schränkt zudem die spontane subjektive Aktivität ein. Auch Piaget nennt Funktionen wie Assimilation und Akkomodation, Äquilibration und Abstraktion ›Mechanismen‹, deutet sie aber stets als aktive, nichtautomatische Leistungen des Menschen.
Überträgt man schließlich die These, dass kybernetische Maschinen informational geschlossen sind oder nur ganz bestimmte, im Horhinein definierte Informationen und Informationskanäle zulassen, auf den Bereich der geistigen Strukturen, so zerreißt dies den Bezug des Verhaltens und Erkennens auf Realität.








Quelle: Ingrid Scharlau (2007) : Jean Piaget zur Einführung (S. 99)        
Zitiert in:         Andere Karten der Quelle


Siehe auch: Entwicklungspsychologie; Epistemologie!genetische; Erkenntnis; Entwicklung; Piaget; Realität; Kybernetik; Determinismus;
Kollokationsgraphen:Entwicklungspsychologie; Epistemologie!genetische; Erkenntnis; Entwicklung; Piaget; Realität; Kybernetik; Determinismus;
Literatur:Entwicklungspsychologie; Epistemologie!genetische; Erkenntnis; Entwicklung; Piaget; Realität; Kybernetik; Determinismus;

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Autor: Stefan Schumacher, Stefan.Schumacher [at] Bildungswissenschaft [dot] info
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