Bildungswissenschaft.info -- Zettelkasten

Karteikarten nach Stichwörtern
Kybernetik

40 Systemtheorie TeX Erkenntnismodell;Informationstheorie;Kommunikation;Kybernetik;Ordnung;Organisation;Organisationstheorie;Phänomenbeschreibung;Rückkopplung;Shannon;Steuerung;Strukturanalyse;Systemlehre;Systemverhalten;Systemverhalten!vorhersagen;Weaver
Die Systemtheorie ist ein interdisziplinäres Erkenntnismodell, in dem Systeme zur Beschreibung und Erklärung unterschiedlich komplexer Phänomene herangezogen werden. Die Analyse von Strukturen und Funktionen soll häufig Vorhersagen über das Systemverhalten erlauben.

179 Epistemologie und Kybernetik TeX Entwicklungspsychologie;Epistemologie!genetische;Erkenntnis;Entwicklung;Piaget;Realität;Kybernetik;Determinismus;
Die Kybernetik behandelt nur so genannte determinierte Maschinen, deren Ablauf prinzipiell vorherbestimmt ist, wohingegen für Piagets epigenetischen Ansatz das Auftreten neuer Möglichkeiten eine Zentrale Bedeutung hat und deswegen im Zentrum stehen muss. Dass kybernetische Autoregulation als automatisch gedacht werden muss, schränkt zudem die spontane subjektive Aktivität ein. Auch Piaget nennt Funktionen wie Assimilation und Akkomodation, Äquilibration und Abstraktion ›Mechanismen‹, deutet sie aber stets als aktive, nichtautomatische Leistungen des Menschen. Überträgt man schließlich die These, dass kybernetische Maschinen informational geschlossen sind oder nur ganz bestimmte, im Horhinein definierte Informationen und Informationskanäle zulassen, auf den Bereich der geistigen Strukturen, so zerreißt dies den Bezug des Verhaltens und Erkennens auf Realität.

203 Tun und Erkennen TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution
Jedes Tun ist Erkennen, und jedes Erkennen ist Tun.

204 Beobachter TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution
Alles Gesagte ist von jemandem gesagt.

205 Erkennen TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution
Erkennen ist effektive Handlung, das heißt, operationale Effektivität im Existenzbereich des Lebewesens.

206 Unterscheidung TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution;
Das Aufzeigen eines Wesens, Objektes, einer Sache oder Einheit ist mit einem Akt der Unterscheidung verbunden, der das Aufgezeigte von einem Hintergrund unterscheidet und damit von diesem trennt. Immer wenn wir auf etwas implizit oder explizit Bezug nehmen, haben wir ein Unterscheidungskriterium festgelegt, das das Kennzeichen dessen, von dem wir gerade sprechen, und seine Eigenschaften als Wesen, Einheit, oder Objekt spezifiziert. Es ist eine ganz alltägliche Situtation und nicht etwa eine besondere Situation, in der wir uns andauernd und notwendigerweise finden.

207 Einheiten TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution
Eine Einheit (Entität, Wesen, Objekt) ist durch einen Akt der Unterscheidung definiert. Anders herum: Immer dann, wenn wir in unseren Beschreibungen auf eine Einheit Bezug nehmen, implizieren wir eine Operation der Unterscheidung, die die Einheit definiert und möglich macht.

208 Organisation;Struktur TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution;Organisation;Struktur
Unter Organisation sind die Relationen zu verstehen, die zwischen den Bestandteilen von etwas gegeben sein müssen, damit es als Mitglied einer bestimmten Klasse erkannt wird. Unter der Struktur von etwas werden die Bestandteile der und die Relationen verstanden, die in konkreter Weise eine bestimmte Einheit konstitutieren und ihre Organisation verwirklichen.

209 historisches Phänomen TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution;Zustand;Historie
Immer wenn in einem System ein Zustand als Modifikation eines früheren Zustandes auftaucht, haben wir es mit einem historischen Phänomen zu tun.

210 struktureller Wandel, Ontogenese TeX Erkenntnis;Erkenntnistheorie;Kybernetik;Konstruktivismus;systemtheorie;evolution;Ontogenese
Die Geschichte des strukturellen Wandels eines einzelnen Lebewesens ist seine Ontogenese, In dieser Geschichte beginnt jedes Lebewesen mit einer Anfangsstruktur, welche den Verlauf seiner Interaktionen bedingt und zugleich die Möglichkeit der strukturellen Veränderungen einschränkt, die durch diese Interaktionen in ihm ausgelöst werden.

227 kybernetischer Sinn TeX Foerster;Kybernetik;Erkenntnistheorie;Konstruktivismus;
Der Sinn (oder die Bedeutung) der Signale des Sensoriums wird durch das Motorium bestimmt, und der Sinn (oder die Bedeutung) der Signale des Motoriums wird durch das Sensorium bestimmt.

228 Naturgesetze TeX Foerster;Kybernetik;Erkenntnistheorie;Konstruktivismus
Die Sätze der Physik, die sogenannten ›Naturgesetze‹, können uns von uns geschrieben werden. Die Sätze der Hirnfunktionen oder -- noch allgemeiner -- die Sätze der Biologie müssen so geschrieben sein, daß das Schreiben dieser Sätze von ihnen abgeleitet werden kann, das heißt: sie müssen sich selber schreiben.

229 Erkenntnis TeX Foerster;Kybernetik;Erkenntnistheorie;Konstruktivismus
Ich deute also Erkenntnis oder den Prozeß des Erwerbens von Kenntnis als rekurisves Errechnen.

230 Satz der undifferenzierten Kodierung: TeX Foerster;Kybernetik;Erkenntnistheorie;Konstruktivismus;Codierung
Die Erregungszustände einer Nervenzelle kodieren nicht die Natur der Erregungsursache. (Kodiert wird nur: ›so und so viel an dieser Stelle meines Körpers‹, aber nicht ›was‹.)

231 Bild von der Zukunft TeX Kybernetik;Erkenntnistheorie;Wahrnehmung;Prognose;Handlung
Wenn wir uns aber gar kein klares Bild von der Zukunft machen, dann können wir auch nicht wissen, was wir tun sollen, da eines jedenfalls gewiss ist: Wenn wir selbst nicht handeln, wird mit uns gehandelt werden. Wenn wir also lieber Subjekte als Objekte sein wollen, dann muß unsere gegenwärtige Weltsicht, unsere Wahrnehmung also, auf die Zukunft gerichtet sein, nicht auf die Vergangenheit.

232 Zukunft erkennen TeX Kybernetik;Erkenntnistheorie;Wahrnehmung;Prognose
Wenn wir nicht wahrnehmen können, können wir die Zukunft nicht erkennen. Wir wissen daher nicht, was jetzt zu tun ist.

233 »Information« und »Erkenntnis« TeX Kybernetik;Erkenntnistheorie;Wahrnehmung;Prognose;Information;Erkenntnis
Die ursprünglichsten und zutiefst persönlichen Prozesse in jedem Menschen, und in der Tat in jedem Organismus, nämlich »Information« und »Erkenntnis«, werden gegenwärtig durchweg als Dinge bzw. Güter aufgefasst, also als Substanzen. Information ist natürlich der Prozeß, durch den wir Erkenntnis gewinnen, und Erkenntnis sind die Prozesse, die vergangene und gegenwärtige Erfahrungen integrieren, um neue Tätigkeiten auszubilden, entweder als Nerventätigkeit, die wir innerlich als Denken und Wollen wahrnehmen können, oder aber als äußerlich wahrnehmbare Sprache und Bewegung.

234 Information und Träger potentieller Information TeX Kybernetik;Erkenntnistheorie;Wahrnehmung;Prognose
Wir müssen Vorträge, Bücher, Diapositive, Filme usw. nicht als Information, sondern als Träger potentieller Information ansehen. Dann wird uns nämlich klar, daß das Halten von Vorträgen, das Schreiben von Büchern, die Vorführung von Diapositiven und Filmen usw. kein Problem löst, sondern ein Problem erzeugt: nämlich zu ermitteln, in welchen Zusammenhängen diese Dinge so wirken, daß sie in den Menschen die sie Wahrnehmen, neue Einsichten, Gedanken und Handlungen erzeugen.

235 Rechnen - Ordnen TeX Kybernetik;Ethik;Konstruktivismus;Foerster;Experte;Wissen;Verantwortung;Ordnung;Rechnen
Wenn ich den Begriff des »Rechnens« verwende, dann beschränke ich ihn nicht auf spezifische Operationen wie z.B. Addition, Multiplikation usw. Ich möchte »Rechnen« im allgemeinen Sinn als einen Mechanismus oder »Algorithmus« des Ordnens bzw. der Erzeugung von Ordnung verstehen. Die ideale -- oder vielleicht sollte man sagen: die allgemeinste -- Darstellung eines solchen Mechanismus ist natürlich die Turingmaschine, und anhand dieser Maschine möchte ich einige meiner Behauptungen verdeutlichen. Es gibt zwei Ebenen, auf denen wir von »Ordnen« sprechen können. Einmal wollen wir eine gegebene Anordnung von Gegenständen beschreiben, zum anderen gewisse Dinge entsprechend bestimmten Beschreibungen neu anordnen. Diese beiden Operationen sind in der Tat die Grundlage für all das, was wir »Rechnen« nennen.

236 (Er-)Kenntnis TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Verhalten;Kontext;Beobachter
Wir sprechen dann von (Er-)Kenntnis, wenn wir ein effektives (oder angemessenes) Verhalten in einem bestimmten Kontext beobachten, das heißt in einem Bereich, den wir durch eine (explizite oder implizite) Frage umreißen, die wir als Beobachter formulieren.

237 Soziale Phänomene TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Sozial
Als soziale Phänomene bezeichnen wir solche Phänomene, die mit der Teilnahme von Organismen an der Bildung von Einheiten dritter Ordnung durch rekursive Interaktionen zu tun haben, wobei diese Interaktionen eine operationale Umgrenzung definieren, die sie selbst einschließt.

238 Kommunikation (Def.) TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Kommunikation;Verhalten;Kopplung!soziale;Koordination
Als kommunikatives Verhalten bezeichnen wir als Beobachter solches Verhalten, das im Rahmen sozialer Kopplung auftritt; als Kommunikation bezeichnen wir jene Koordination des Verhaltens, die aus der sozialen Kopplung resultiert.

239 Kulturelles Verhalten TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Kultur;Verhalten;Milieu
Unter kulturellem Verhalten verstehen wir die generationenübergreifende Stabilität von ontogenetisch erworbenen Verhaltensmustern in der kommunikativen Dynamik eines sozialen Milieus.

240 Angeborenes Verhalten TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Verhalten;Verhalten!angeborenes;Struktur;Ontogenese
Angeborenes Verhalten ist abhängig von den Strukturen, die im Verlauf der Entwicklung des Organismus unabhängig von seiner individuellen Ontogenese entstehen. Erworbenes kommunikatives Verhalten ist abhängig von der individuellen Ontogenese des Organismus und von seiner besonderen Geschichte von sozialen Interaktionen.

241 Sprachlicher Bereich TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Ontogenese;Sprache;Kommunikation;Verhalten
Immer wenn ein Beobachter die Interaktionen zwischen zweien oder mehreren Organismen so beschreibt, als würde die Bedeutung, die er den Interaktionen zuschreibt, den Verlauf dieser Interaktionen bestimmen, gibt der Beobachter eine semantische Beschreibung. Als sprachlich bezeichnen wir ein ontogenetisches kommunikatives Verhalten (d.h. ein Verhalten, das in der ontogenetischen Strukturkopplung von Organismen entsteht), welches ein Beobachter semantisch beschreiben kann. Als sprachlichen Bereich eines Organismus bezeichnen wir den Bereich all seiner sprachlichen Verhaltensweisen. Die sprachlichen Bereiche sind im allgemeinen variabel und verändern sich im Lauf der Ontogenese der sie erzeugenden Organismen.

242 Sprache TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Sprache;Verhalten;Kommunikation
Wir operieren in der Sprache, wenn ein Beobachter feststellen kann, daß die Objekte unserer sprachlichen Unterscheidungen Elemente unseres sprachlichen Bereiches sind. Sprache ist ein fortdauernder Prozeß, der aus dem In-der-Sprache-Sein besteht und nicht in Isolierten Verhaltenseinheiten.

243 Ethik TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Ethik;Handlung;Berechtigung
Alles menschliche Tun findet in der Sprache statt. Jede Handlung in der Sprache bringt eine Welt hervor, die mit anderen im Vollzug der Koexistenz geschaffen wird und das hervorbringt, was das Menschliche ist. So hat alles menschliche Tun eine ethische Bedeutung, denn es ist ein Tun, das dazu beiträgt, die menschliche Welt zu erzeugen. Diese Verknüpfung der Menschen miteinander ist letztlich eine Grundlage aller Ethik als eine Reflexion über die Berechtigung der Anwesenheit des anderen.

244 Erklärung des Erkennens TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Erkennen;Verhalten;Interaktion;Rekursion
1[ [Zu erklärendes Phänomen: effektive Handlung des Lebewesens in seinem Milieu.] [Explikative Hypothese: autonome Organisation des Lebewesens; phylogenetisches und ontogenetisches Driften unter Erhaltung der Anpassung (strukturelle Kopplung).] [Ableitung anderer Phänomene: Verhaltenskoordination der rekursiven Interaktionen zwischen Lebewesen sowie rekursive Verhaltenskoordination über die Verhaltenskoordination] [zusätzliche Beobachtungen: soziale Phänomene, sprachliche Bereiche, Sprache und Selbstbewusstsein.] ]1

245 Organisation und Geschichte TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Organisation!Geschichte;Dynamik;Relation;
Die Dynamik eines gegenwärtigen Systems läßt sich verstehen, indem wir die Relationen zwischen seinen Teilen und die Regelmäßigkeiten in deren Interaktionen aufzeigen und so eine Organisation sichtbar machen. Um solch ein System aber vollständig zu verstehen, dürfen wir es nicht nur als eine Einheit betrachten, in der eine innere Dynamik wirksam ist, sondern wir müssen es auch in seiner Umgebung, in seinem Umfeld oder Kontext betrachten, mit dem das System durch sein Funktionieren verbunden ist. Solch ein Verständnis setzt immer die Einhaltung eines gewissen Abstandes bei der Beobachtung voraus, eine Perspektive, die im Falle der historischen Systeme den Bezug auf ihren Ursprung beinhaltet. Dies kann zum Beispiel im Fall einer vom Menschen entworfenen Maschine einfach sein, da wir Zugang zu jedem Detail ihrer Herstellung haben. Andererseits ist dieses Vorhaben bei Lebewesen nicht einfach, da uns ihre Genese und ihre Geschichte nie unmittelbar sichtbar sind und bruchstückweise rekonstruiert werden können.

246 Vererbung TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Vererbung;Abstammung;
Als Vererbung verstehen wir die transgenerationale Invarianz irgendeines strukturellen Aspektes in einer Abstammungslinie von geschichtlich miteinander verbundenen Einheiten.

247 Die Ontogenese ist die Geschichte des strukturellen Wandels TeX Erkenntnis;Epistemologie;Kybernetik;Konstruktivismus;System;Ontogenese;Geschichte;Wandel;Dynamik;Interaktion
Die Ontogenese ist die Geschichte des strukturellen Wandels einer Einheit ohne Verlust ihrer Organisation. Dieser strukturelle Wandel findet in der Einheit in jedem Augenblick statt: entweder ausgelöst durch aus dem Milieu stammende Interaktionen oder als Ergebnis der inneren Dynamik der Einheit. Die zelluläre Einheit »sieht« und ordnet ihre ständigen Interaktionen mit dem Milieu immer im Sinne ihrer Struktur, welche wiederum im Zuge ihrer inneren Dynamik ebenfalls in ständigem Wandel begriffen ist. Das allgemeingültige Ergebnis hiervon ist, daß der ontogenetische Wandel einer Einheit bis zu ihrer Auflösung (Desintegration) nicht aufhört.

252 Anything said is said by an observer TeX Autopoiesis;Kognition;Organisation;Kybernetik;Systemtheorie;Beobachter;Objektivität
Anything said is said by an observer. In his discourse the observer speaks to another observer, who could be himself; whatever applies to the one applies to the other as well. The observer is a human being, that is a living system, and whatever applies to living systems applies also to him.

253 The observer is a living system TeX Autopoiesis;Kognition;Organisation;Kybernetik;Systemtheorie;Beobachter;Objektivität
The observer is a living system and an understanding of cognition as a biological phenomenon must account for the observer and his role in it.

254 Living systems are units of interactions TeX Autopoiesis;Kognition;Organisation;Kybernetik;Systemtheorie;Kommunikation;Interaktion
Living systems are units of interactions; they exist in an ambience. From a purely biological point of view they cannot be understood independently of that part of the ambience with which they interact: the niche; nor can the niche be defined of the living system that specifies it.

255 machine as a unity TeX Autopoiesis;Kognition;Organisation;Kybernetik;Systemtheorie;Maschine
The relations that define a machine as a unity, and determine the dynamics of interactions and transformations which it may undergo as such a unity, constitute the organization of the machine. The actual relations which hold among the components which integrate a concrete machine in a given space, constitute its structure. The organization of a machine (or system) does not specify the properties of the components which realize the machine as a concrete system, it only specifies the relations which these must generate to constitute the machine or system as a unity. Therefore, the organization of a machine is independent of the properties of its components, which can be any, and a given machine can be realized in many different manners by many different kinds of components. In other words, although a given machine can be realized by many different structures, for it to constitute a concrete entity in a given space its actual components must be defined in that space, and have the properties which allow them to generate the relations to which define it.

256 Wissen als Gut TeX Kybernetik;Erkenntnistheorie;Wahrnehmung;Prognose;Handlung;Wissen;Gut
Es ist kein Wunder, daß ein Bildungssystem, welches den Prozeß der Erzeugung neuer Prozesse mit der Verteilung von Gütern genannt ›Wissen‹, verwechselt, in den dafür bestimmten Empfängern große Enttäuschung hervorrufen muß, denn die Güter kommen nie an: es gibt sie nicht!

257 wohl-definierte und schlecht-definierte Systeme TeX Organisation;System;Systemtheorie;Baecker;Kybernetik;Foerster
In der kybernetischen Forschung unterscheidet man wohl-definierte und schlecht-definierte Systeme. Wohldefinierte Systeme sind dadurch gekennzeichnet, daß alle möglichen Übergänge zwischen den verschiedenen Zuständen, die sie einnehmen können, bekannt sind; daß die Wahrscheinlichkeit dieser Übergänge bekannt ist; und daß sich weder die Übergänge noch die Zustände in Abhängigkeit von der Zeit ändern. Heinz von Foerster würde von einer trivialen Maschine sprechen, die synthetisch determiniert, analytisch determinierbar und historisch unabhängig ist. Schlechtdefinierte Systeme hingegen sind dadurch definiert (!), daß die möglichen Übergänge zwischen verschiedenen Zuständen unbekannt sind; daß die Wahrscheinlichkeit dieser Übergänge unbekannt ist; und daß sich sowohl die Übergänge als auch die Zustände und nicht zuletzt die Wahrscheinlichkeit der Übergänge und Zustände in Abhängigkeit von der Zeit ändern. Heinz von Foerster würde von nichttrivialen Maschinen sprechen, die synthetisch determiniert, aber analytisch undeterminierbar und historisch abhängig sind.

258 Kommunikation zwischen Maschinen TeX Organisation;System;Systemtheorie;Baecker;Kybernetik;Kommunikation;
1[ [Menschen sind nicht-trivial.] [Computer sind trivial.] [Kommunikation zwischen Computern ist trivial.] [Kommunikation zwischen Menschen ist nicht-trivial.] [Kommunikation zwischen Menschen und Computern ist nicht-trivial.] [Menschen können die Kommunikation von Computern umdeuten.] ]1




Startseite Neue Karte
Autor: Stefan Schumacher, Stefan.Schumacher [at] Bildungswissenschaft [dot] info
$Id: karteikarten-nach-stichwoertern.pl,v 1.9 2017/10/18 18:16:57 stefan Exp $
$Id: global_includes_zk.pm,v 1.11 2011/04/10 13:39:05 stefan Exp $
Impressum

(Anzeige) Mehr zu mir auf meiner Agenturseite: Kaishakunin.com
$Id: global_includes_zk.pm,v 1.11 2011/04/10 13:39:05 stefan Exp $